Energiesparen

Jede Kilowattstunde Energie, die wir nicht verbrauchen, muss auch nicht erzeugt werden und schon damit sowohl den eigenen Geldbeutel als auch die Umwelt. Mit Energieeinsparung und einen achtsamen Umgang mit Energie kann jeder einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und gegen den Klimawandel leisten.

 

 

Energiesparen im Haushalt - Anfangen, wo es am wenigsten weh tut.

 Heizungspumpe - Quelle: lfu Heizungspumpe: Alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser und verursachen im Haushalt rund 10 % des jährlichen Stromverbrauchs. Bereits nach wenigen Jahren macht sich der Austausch der alten Umwälzpumpe in eine neue Hocheffizienzpumpe bezahlt. Die Pumpe wird mit geringem Aufwand (ca. 1-2 Stunden) ausgetauscht und kann Ihre Stromkosten um bis zu 80 % senken. 
 Leuchtmittel - Quelle: lfu Beleuchtung: Die Beleuchtung macht rund 8 % des Stromverbrauchs im Haushalt aus. Schalten Sie generell alle Lichter aus, die Sie nicht unbedingt benötigen. Außerdem lohnt die Umstellung herkömmlicher Glühbirnen auf LED-Leuchten. So kann rund 85 % Energie gespart werden, was die teureren Anschaffungskosten schnell finanziert. LED-Leuchten haben ein größeres Einsparpotenzial als Energiesparlampen und enthalten zudem kein Quecksilber oder andere Giftstoffe.
 Laptop - Quelle: lfu Stand-by: Nach seriösen Schätzungen laufen in Deutschland 2 Atomkraftwerke nur, um den eigentlich unnötigen Strombedarf von Stand-by Geräten zu decken. Schalten Sie Ihre Geräte, wie den Fernseher oder die Stereoanlage, z.B. mit einer schaltbaren Mehrfachsteckdose komplett aus. Auch beim Computer lohnt sich der kurze Knopfdruck auf den Ausschalter, denn er verbraucht ganze 70 % auch dann, wenn gar nicht gearbeitet wird! Bei Haushalten wird fast 25 % des Gesamtstromverbrauchs der IT (PC, Smartphone, Tablet, Fernseher) durch den Stand-by Modus erzeugt. Auch die Ladegeräte für z.B. Rasierer, Handy und elektrische Zahnbürsten sollten nach Aufladung immer vom Netz getrennt werden.
 Energieeffizient kochen - Quelle: lfu Sparsamer kochen: Wie Ihre Kaffeemaschine verbraucht auch Ihr Wasserkocher rund 40 % weniger Strom als ein Elektroherd. Bringen Sie ihr Wasser für Nudeln, Kartoffeln oder eine Suppe daher besser im Wasserkocher zum sprudeln, als im Topf auf der Herdplatte.
 Wäschewaschen - Quelle: lfu Wäschetrockner: Draußen ist es schön warm und luftig? Dann trocknen Sie Ihre Wäsche doch auf der Leine und nicht mit dem Wäschetrockner. Dieser verbraucht fast so viel Strom wie ein Kühlschrank oder Ihre Beleuchtung und bietet daher großes Einsparpotenzial.
 Energieeffizienzlabel - Quelle: lfu Elektrogeräte: Bei der Anschaffung von Elektrogeräten (z.B. Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine) ist die Energieeffizienzklasse ausschlaggebend für den Energieverbrauch. Neue Geräte sollten der Klasse A+++ oder A++ angehören. Bei vorhandenen Geräten lohnt sich der Austausch häufig bereits nach 10 Jahren. Achten Sie beim Geschirrspüler zusätzlich auf den Wasserverbrauch. Je nach Gerät schwankt dieser zwischen 8 und 19 Litern!
 Wohnhaus - Quelle: lfu Heizung: Ihr Heizkörper kann ein echter Energiefresser sein. Daher empfiehlt sich eine regelmäßige Entlüftung des Heizkörpers, insbesondere vor dem Winter. Stellen Sie die Temperaturen für jedes Zimmer individuell ein. Jedes Grad weniger spart mehrere Prozent Heizenergie.

Bildquellen: lfu 

 

Plastiktüten/Verpackung: Plastikmüll gefährdet Weltweit die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier. Zur Herstellung und Entsorgung von Plastiktüten und –verpackung wird zudem jede Menge Energie benötigt und CO2 ausgestoßen. Verwenden Sie doch häufiger einen Stoffbeutel beim Einkauf und vermeiden Sie Plastikverpackungen. Bei Haushaltsgegenständen, Kleidung, Kosmetik etc. gibt es inzwischen tolle Alternativen aus natürlichen Materialien.

 

Wer früher dämmt, hat’s länger warm.

Durch energetische Sanierung, wie etwa die Wärmedämmung von Fassade, Keller und Dach sowie dem Austausch von Fenstern und Außentüren wird sowohl Energie als auch Geld gespart. Grundsätzlich gilt auch hier: Die beste Art, mit Energie umzugehen, ist, sie gar nicht erst zu verbrauchen.

Eine energetische Sanierung ist häufig mit hohen Kosten verbunden. Um das bestmögliche und gleichzeitig wirtschaftlichste Ergebnis zu erzielen, sollten die Maßnahmen durch einen unabhängigen Energieberater geplant und von einer qualifizierten Fachfirma durchgeführt werden. Eine erste Ist-Analyse ist in jedem Fall zu empfehlen (siehe Förderprogramm). Aktuell gibt es verschiedenste Förderungen und Zuschüsse bei Wärmedämmmaßnahmen. Informieren Sie sich rechtzeitig noch VOR der Umsetzung.

Um Schimmelbildung zu vermeiden sollte nach Möglichkeit der Austausch der Fenster mit einer gleichzeitigen Außenwanddämmung erfolgen. Haben die Fenster einen höheren Dämmwert (U-Wert) als die Wände kann es zu Feuchtigkeit und Schimmelbildung kommen. Die Räume wärmegedämmter Häuser sollten grundsätzlich 3- bis 4-mal täglich für ein paar Minuten bei weit geöffneten Fenstern gut durchlüftet werden (Stichwort: Stoßlüftung). Gekippte Fenster können keine Schimmelbildung verhindern.

Nicht immer ist eine Dämmung des gesamten Hauses erforderlich. Gerade die Dämmung des Dachbodens oder der obersten Geschossdecke kann einen großen Einspareffekt hervorrufen. Lassen Sie sich dazu von einem unabhängigen Spezialisten beraten.

 

 

Gut informiert - gut saniert.

An der Durchführung von Energiesparmaßnahmen interessierte Gemeindebürger werden durch Mitarbeiter der Gemeinde beraten bzw. vorberaten. Nehmen Sie vor einer Entscheidung eine neutrale Beratung in Anspruch:

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